Apostel Böttcher zu Besuch in Havelberg

(rd). Havelberg, 09.Oktober 2011. Apostel Böttcher besuchte heute die Gemeinde Havelberg. In seiner Begleitung befand sich Bezirksältester Stelte und die Vorsteher der Gemeinden Havelberg, als Gastgeber, Dannenberg, Lüchow, Wittenberge und Wusterhausen. Eingeladen dazu war die Gemeinde Wusterhausen, alle freien Amtsträger aus dem Bezirk mit Frauen, sowie die Amtsträger i.R. mit Frauen. Außerdem hatte Bezirksältester Stelte alle Jugendlichen des Bezirkes, damit auch den Bezirksjugendchor, eingeladen. An diesem Wochenende trafen sich die Brüder, die im Auftrag des Bezirksapostels unsere Geschwister in Estland bedienen, mit ihren Familien zum alljährlichen Treffen in Havelberg. Natürlich waren auch sie zu diesem Festgottesdienst eingeladen. Die Kirche war gut besucht und zur Einstimmung sang der gemischte Chor vor Gottesdienstbeginn das Lied CM Nr. 230 „Alles Leben strömt aus dir“.

Die Gemeinde sang zu Beginn das Lied Nr. 231 aus dem Gesangbuch: „Wir haben einen Hirten, und der hat uns so lieb “. Apostel Böttcher diente mit einem Wort aus dem Johannes Evangelium 15, 13.14 „Niemand hat größere Liebe als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“

Der Jugendchor intonierte nach dem Verlesen des Wortes ein Lied aus der Jugendliedermappe: „Mein Frieden, mein Frieden... gebe ich euch..“ und der Apostel machte deutlich, dass man die Aussage dieses Textes nicht oft genug hören kann, wie wichtig es ist, dass der Herr seinen Frieden gibt. Wo kein Herzensfrieden ist, kann der äußere Frieden nicht genährt werden. Gottes Wort annehmen, dann wird es in einem wirksam und es sich ins Herz legen und wirken lassen, wird es zum Heil und Segen. Jesus nahm in diesem Kapitel des Johannes Evangeliums Stellung zu einzelnen Punkten. Heute würde man das vielleicht als Interview, so der Apostel, bezeichnen. Eins sein ist die Grundlage ein Segen sein zu können, die Basis um Segen zu erleben. Im vorgelesenen Vers 13 bringt Jesus Christus seine Verbindung zu den Seinen zum Ausdruck, denn er hat sein Leben gelassen für seine Freunde. Der Apostel sprach besonders die anwesend Jugendlichen an, indem er ihnen sagte, dass wir Freunde des Herrn sein dürfen. Glauben und Vertrauen ist notwendig um die Freundschaft lebendig zu halten. Unglaube ist ein flacher Glaube (Beispiel Schiff im flachen Wasser, dass Gefahr läuft sich fest zu fahren). Abraham wurde wegen seines tiefen Glaubens und Vertrauens als Freund Gottes genannt. Apostel Böttcher wies auch auf den Vers 12 dieses Kapitels hin: „Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.“Liebe gehört zu einer Freundschaft, wie auch Füreinander einstehen. Missverständnisse unter Freunden ausräumen. Das Herz sprechen lassen, Liebe sprechen lassen. Der Apostel verwies in diesem Zusammenhang auch auf den 1.Korintherbrief, Kapitel 13. Jesus tritt Tag und Nacht für uns, seine Freunde, vor dem Herrn ein. Das ist eine präsente Liebe. Schweigen wir nicht und berichten wir von der Liebe. Liebe bewirkt Treue, Wärme, Verständnis, sich zurücknehmen und den Nächsten mit tragen. Jesus bringt im Vers 14 klar zum Ausdruck, dass seine Freunde tun müssen, was er ihnen gebietet. Um den Willen des Herrn zu tun ist es notwendig den eigenen Willen „hinten an zu stellen“. Das ist für uns immer machbar, denn bei dieser Forderung handelt es sich nicht um Willkür oder Drangsal – nein – alles soll der Vollendung dienen. Dies haben wir, so der Apostel, auch im 3. Vers des Eingangsliedes gesungen: „Er will uns treu bewahren, der Seinen bester Freund. Wir sollen noch erfahren, wie gut er es gemeint, wie gut er es gemeint.“ Apostel Böttcher berichtete noch von der folgenden Aussage: „Wer es mir vorher sagt, ist mein Freund. Wer es mir nachher sagt, hat es mir gegönnt!“ Was damit gemeint ist, wissen wir. Wir bekommen alles vorher gesagt.

Der Chor trug das Lied Nr. 145 aus der Chormappe vor: „Kennst du den Freund“.

Es diente Bezirksältester Stelte und dieser wies auf die Bedeutung des Friedens für Gotteskinder hin und stellte die Frage, wer wolle nicht Freundin oder Freund des Herrn Jesus heißen? Ebenso wies er nochmals darauf hin, dass die Grundlage für die Treue zum Herrn der Glaube und das Vertrauen ist.

Anschließend sang der Jugendchor ein Lied: „Herr sei mit uns“ und der Apostel rief den Vorsteher, Hirte Köhne zum Dienen. Dieser stellte die Frage, was Jesus doch alles für uns getan habe, ob das immer bewusst sei!? Unsere Herzenseinstellung soll davon geprägt sein. Einen Freund hab ich gefunden... – er ist immer für uns da!

Der gemischte Chor intonierte das Lied GB Nr. 295: „Wenn Friede mit Gott“.

Apostel Böttcher leitete über zur Sündenvergebung und ging auf das zuvor gesungene Lied ein: „Wohlsein ist wenn Friede im Herzen lebt, wenn Versöhnungsbereitschaft da ist und man sich die Hände zur Versöhnung reicht, so wie der Herr es immer bei uns tut. – Recht bekommen ist nur ein kurzes Wohlgefühl!“ Jesus Christus ist die Versöhnung!

Als Bußlied sang die Gemeinde aus dem Lied GB 55 den Vers 3: „Zu dir bin ich geladen..“

Während der Austeilung des Heiligen Abendmahles wurde das Lied GB Nr. 290 gesungen: „Seliger Friede, köstliche Gab.“ Der Chor intoniert das Lied GB „Herr,dir sei Preis“ und Apostel Böttcher leitete über zum Heiligen Abendmahl für die Entschlafenen. Die Gemeinde sang das Lied GB 305: „Nun kommt herzu, ihr Seelen“. Nach der Handlung, Schlussgebet und Segen sang der Chor aus dem Lied GB 416: „Es lebt in meinem Herzen“

Bilder: R. Dittmar